Das Rote Kreuz und die Menschenrechte

Eine Interpretation zum Boykottaufruf gegen das Rote Kreuz

Das Rote Kreuz gibt sich in der Öffentlichkeit gerne als soziales und humanitäres Gewissen. Ob dieses Gewissen bei der Schwesternschaft des DRK bereits angekommen ist, darf bezweifelt werden. Wenn eine große Organisation Verletzungen von humanitären Grundsätzen anprangert, so darf man diese Organisation ebenfalls mit diesen hohen Maßstäben messen. Die UN-Charta der Menschenrechte besagt in ihrem Artikel 20.2 ganz klar, dass Zwangsmitgliedschaften nicht gestattet sind. (Das gilt auch wenn man es als Pflichtmitgliedschaft sprachlich weichkocht.) Und genau da setzt sich die Schwesternschaft des DRK über dieses Menschenrecht hinweg. Die Schwesternschaft des DRK fordert nämlich genau so eine entmündigende und demokratieschädigende Zwangsmitgliedschaft für die Pflegekräfte.

Wenn Politiker oder Berufsverbände es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen, so mag das an deren Skrupellosigkeit oder an deren Charakter liegen. Wenn aber eine humanitäre Organisation, die Anderen regelmäßig Fehlverhalten zum Vorwurf macht, genau diese Grundsätze absichtlich verletzt, so darf man schon Zweifel haben, ob diese Organisation dann noch einen solchen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben dürfte. Ein Boykottaufruf ist eine Abstimmung mit den Füssen. Jeder kann für sich entscheiden, ob er eine solche Organisation noch unterstützen möchte oder nicht.

Wer immer auch uns über die Hintergründe informiert hat: Vielen Dank für den Hinweis auf das Thema.
Wer etwas Gutes tun möchte, kann dies übrigens auch auf andere Weise tun. Z.B. bei amnesty …

Der Boykottaufruf stammt nicht von uns. Daher kann der Link nur als Text wiedergegeben werden. Übertragen sie den Link einfach eigenverantwortlich in Ihren Browser.

http://ow.ly/7uDX6

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Eine Antwort zu Das Rote Kreuz und die Menschenrechte

  1. Daniel schreibt:

    Hallo,
    dieser Artikel hat mich damals maximal geärgert. Nicht wegen dem Boykott, sondern wegen dem Verhalten vom DRK. Ich habe dort lange genug auch ehrenamtlich gearbeitet.
    Ich habe dem GS vom DRK einen Brief geschrieben und genau Eure Punkte »Menschenrechte, Grundrechte, Demokratie usw.« angefragt. Was kam nach fast drei Monaten als Antwort? Standarttextblöcke wie toll und großartige Zwangskammern sind. Die Verletzung der Grund- und Menschenrechten wurde einfach totgeschwiegen. Unterschrieben hat das der Generalsekretär von Waldenburg-Zeil persönlich. Wenn Ihr wollt könnt Ihr Kopien der Schreiben haben. Ich denke das sollten mehr mitbekommen.

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